13.3.10

Ungarische Traditionen zu Ostern: Nasse Mädels in Hollókő

Ostern bedeutet in Ungarn nicht nur christliche-kirchliche Traditionen: Überall werden volkstümliche Feste mit besonderen Bräuchen und natürlich besonderen Speisen der berühmten ungarischen Küche gefeiert.

Eine dieser für die Jungs und dem Betrachter witzige, den Mädchen eher nasse, und doch eine wichtige Tradition mit bedeutendem Hintergrund kann zu Ostern z.B. in Hollókő, im Norden Ungarns angesehen und eventuell auch ausprobiert werden.

Weltkulturerbe Holloko in Ungarn


Das kleine Dorf im Nordosten Ungarns gehört seit 1987 nicht ohne Grund zur Weltkulturerbe der UNESCO. Im Dorf sind 58 geschützte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in einem einheitlichen Baustil der Palotsen in einem Dorfreservat zu finden. Auch steht auf einem Felsen nahe zum Dorf eine in Ungarn berühmte Ruine einer Burg, die nach der Besatzung durch die Türken ihren Sinn verloren hatte. Nach einer Verordnung durch Kaiser Luitpold I. (aus dem Hause der Habsburger) im Jahre 1701 wurden viele Burgen in Ungarn gesprengt, doch die inzwischen stark abgenutzte Burg in Hollókő wurde "nur" weggetragen. Heute ist von der Burg Hollókő noch eine gut erhaltene Ruine mit einem herrlichen Rundblick über die Berge und Wälder der weiten Umgebung zu besichtigen.



Weltkulturerbe Burg Holloko in Ungarn

(Quelle: www.holloko.hu)



Traditionelles Ostern in Holloko in Ungarn
In Hollókő kann man am Ostermontag eine ungarische Volkstradition erleben. Am Ostermontag gehen junge, unverheiratete Männer im Dorf herum, und begießen die jungen Mädchen mit frischem Brunnenwasser aus Eimern. An einigen Orten in Ungarn wurden die Mädchen sogar im nahegelegenen - zu Ostern noch recht kaltem - Bach gebadet. Diese Ostertradition gehört zum Fruchtbarkeitskult. Das Wasser soll die Mädchen frisch und sauber, bzw. fruchtbar halten.



Traditionelles Ostern in Holloko in Ungarn

In der bürgerlichen-städtischen Form wird in Ungarn heute noch statt Wasser Parfüm benutzt. Von den Jungs werden dazu kleine, oft witzige bis freche Gedichte erzählt, in denen zum Schluss meistens um Erlaubnis für die Begiessung oder für einige Ostereier gebeten wird. Denn die Mädchen geben den jungen Männern bunte, bemalte Ostereier als Geschenk: Eier, wieder als Symbol der Fruchtbarkeit.


Ostereier mit ungarischen Motiven

Das Begießen mit Wasser hat aber auch biblische Ursprünge. Zum Teil ist es eine Erinnerung an die Taufe Christi, zum Teil an die Legende, als die Juden die über die Auferstehung Christi jubelnden Frauen von Jerusalem mit dem Begießen mit Wasser zum Schweigen bringen wollten.


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Schlagworte: Nordungarn, Ostern, Ungarische Traditionen, Kultur und Weltkulturerbe in Ungarn

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